Crossborder-Zahlungen: Währung & Risiko: SEPA-Überweisungen sind nur für Euro im SEPA-Raum gültig, Laufzeit 1–3 Banktage.; Internationale Überweisungen laufen über SWIFT und sind teurer sowie langsamer als SEPA.; Devisenrisiken können durch Hedging mit festem Wechselkurs minimiert werden.
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Crossborder-Zahlungen abwickeln: Währungen, Zahlungsarten und Risiken

Grenzüberschreitende Zahlungen sind Überweisungen zwischen verschiedenen Ländern.

Einleitung: Was sind Crossborder-Zahlungen?

Grenzüberschreitende Zahlungen sind Überweisungen zwischen verschiedenen Ländern. Schweizer Unternehmen und Privatpersonen nutzen sie täglich – für Rechnungen in Euro, Auslandseinkäufe oder Zahlungen an Geschäftspartner.

Die Schweiz gehört zum SEPA-Raum, hat aber den Schweizer Franken als eigene Währung. Entscheidend ist, ob die Zahlung in Euro erfolgt oder in einer anderen Fremdwährung und ob das Zielland innerhalb oder ausserhalb des SEPA-Raums liegt.

SEPA oder internationale Überweisung: Die richtige Wahl treffen

SEPA-Überweisungen sind nur für Euro-Zahlungen im SEPA-Raum gedacht. Dieser umfasst 41 europäische Staaten, inklusive der Schweiz. Die Laufzeit beträgt ein bis drei Bankwerktage. Die Empfängerbank erhält den vollen Betrag, kann aber eigene Gebühren für die Gutschrift erheben.

Bei Zahlungen in einer anderen Währung oder in ein Land ausserhalb des SEPA-Raums ist eine internationale Überweisung nötig. Sie läuft meist über das SWIFT-Netzwerk und ist teurer und langsamer als eine SEPA-Zahlung.

Wichtige Fakten zu SEPA und internationalen Zahlungen

Zahlungsart für Euro im SEPA-Raum
SEPA-Überweisung
Zahlungsart für ausserhalb des SEPA-Raums
Internationale Überweisung über SWIFT

Gebühren und Spesenmodelle: Was kostet eine Auslandszahlung?

Für SEPA-Zahlungen gilt standardmässig das Spesenmodell SHA (geteilte Kosten). Raiffeisen verlangt CHF 0.20 pro Auftrag. Die Empfängerbank kann zusätzlich eigene Gebühren für die Gutschrift erheben.

Für Euro-Zahlungen nach Deutschland, Österreich, Italien und Frankreich gibt es «OUR-Spezial». Der Auftraggeber zahlt CHF 3 (E-Banking) plus CHF 10 Zuschlag, damit der Empfänger den vollen Betrag ohne Abzüge erhält.

Internationale Überweisungen weltweit haben unterschiedliche Kosten: SHA kostet CHF 3, OUR kostet CHF 3 plus CHF 20 Zuschlag. Bei BEN trägt der Empfänger alle Gebühren, die direkt vom Betrag abgezogen werden – dies ist meist die teuerste Variante.

Versteckte Kosten entstehen oft durch Wechselkursaufschläge. Banken addieren eine nicht sofort sichtbare Marge auf den Devisenmarkt-Kurs. Ein Vergleich der Kurse vor der Zahlung hilft, unnötige Gebühren zu vermeiden.

Vergleich der Spesenmodelle für Auslandszahlungen

  • Spesenmodell SHA (geteilte Kosten)CHF 3 (Zahlungsauftrag) + mögliche Gebühren der Empfängerbank
  • Spesenmodell OUR (Auftraggeber zahlt alle)CHF 3 (E-Banking) + CHF 10 Zuschlag (für Euro-Zahlungen in SEPA-Ländern), CHF 3 + CHF 20 Zuschlag (weltweit)
  • Spesenmodell BEN (Empfänger zahlt alle)Alle Gebühren werden direkt vom Betrag abgezogen – oft teuerste Variante

Vorteile und Nachteile von Wechselkursaufschlägen durch Banken

  • Vorteil: Transparenter Kurs bei direkter Nutzung von MarktkursenWer den Devisenmarkt-Kurs kennt, kann unnötige Gebühren vermeiden
  • Nachteil: Versteckte Marge durch Banken auf dem DevisenmarktBanken addieren eine nicht sofort sichtbare Marge – führt zu höheren Effektivkosten

Währungsrisiken: Chancen und Fallstricke

Das Devisenrisiko (FX-Risiko) beschreibt die Unberechenbarkeit von Wechselkursen zwischen zwei Währungen. Schwankungen können dazu führen, dass der effektiv empfangene oder gezahlte Betrag vom erwarteten Wert abweicht, selbst bei gleichbleibenden monatlichen Zahlungen.

Unternehmen können dieses Risiko durch Absicherungsstrategien (Hedging) mindern, etwa durch einen festen Wechselkurs für eine Transaktion. So werden die tatsächlichen Kosten planbarer und unerwartete Verluste durch ungünstige Kursbewegungen vermieden.

Praxistipps für reibungslose Zahlungen ins Ausland

Prüfen Sie vor jeder Zahlung die IBAN und den BIC des Empfängers sorgfältig. Ein Tippfehler kann Verzögerungen oder Geldverlust verursachen.

Wählen Sie die Zahlungsart abhängig vom Zielland und der Währung: SEPA für Euro-Zahlungen in den SEPA-Raum, internationale Überweisung für alle anderen Fälle.

Klären Sie die Spesenregelung (SHA, OUR, BEN) vorab mit Ihrem Geschäftspartner. So vermeiden Sie unerwartete Abzüge, die den Zahlungseingang reduzieren.

Bei Zahlungen in Fremdwährungen lohnt sich ein Wechselkursvergleich. Banken und Fintechs bieten unterschiedliche Kurse; wer den Marktkurs kennt, spart Geld.

Praxistipps für sichere Auslandszahlungen

  • IBAN und BIC des Empfängers prüfenVermeidet Tippfehler und Geldverlust
  • Zahlungsart je nach Land und Währung wählenSEPA für Euro im SEPA-Raum, internationale Überweisung sonst
  • Spesenregelung (SHA, OUR, BEN) vorab klärenVermeidet unerwartete Abzüge beim Empfänger
  • Wechselkursvergleich durchführenVergleich zwischen Banken und Fintechs spart Geld

Schritte zur erfolgreichen grenzüberschreitenden Zahlung

  1. Zielregion und Währung festlegenIst das Zielland im SEPA-Raum? Ist die Zahlung in Euro?
  2. Zahlungsart wählenSEPA für Euro im SEPA-Raum, sonst internationale Überweisung über SWIFT
  3. Spesenmodell vereinbaren (SHA, OUR, BEN)Klärung mit Geschäftspartner zur Vermeidung von Abzügen
  4. IBAN und BIC prüfenSorgfältige Eingabe verhindert Fehler und Verzögerungen
  5. Wechselkurs vergleichenMarktkurs gegenüber Bankkurs prüfen – spart Kosten

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